Die Zeit rennt in Richtung Freiburg! – GAKKO; UWC-Elterntreffen und Hoffnung

Bevor ich nun anfange meinen Text und die Ausgangsthese weiterzuführen, möchte ich Euch eine kleine Anekdote meines noch jetzigen Klassenlehrers zukommen lassen. Im letzten Jahr Oktober, die Zeit der eigenen Selbstfindung für meine eigene Perspektive und meiner eigenen, substantiellen Zukunft. Ein Dienstagnachmittag, der so schnell nicht mehr aus meinem Kopf verschwindet. Wir sprachen nicht etwa über die Schule, oder etwa über organisatorische Fragen, die nun mal allseits in der Schule kategorisch bestehen. Es ging um Weltbilder, Multiperspektivität und Erfahrungen, die immer gegenwärtig unsere Entscheidungen, Handlungen und Meinungen beeinflussen. Wahrnehmungen, die aktive Abbilder unserer eigenen Wahrheiten sind. Die Anekdote und die schlussendliche Schlussfolgerung unseres Gespräches war es, dass wir immer kleines verändern müssen, sodass wir großes in einer komplexen Welt verändern können und wir immer mit der Rücksicht von Erfahrungen anderer Kulturen, Weltansichten und konstruktiven Lösungsansätzen, einen Weg des Verständnisses mit und für die Welt finden. Warum ich die Anekdote nun für wichtig halte, dies möchte über die Erfahrung in diesem Monat in den Zusammenhang bringen.

Am 13.03.2017 bewarb ich mich für das Gakko-Programm, welche Möglichkeiten und Chancen verstecken sich hinter diesem Programm und wie kann ich diese Erfahrung für meine ganz eigene Entwicklung nutzen? GAKKO setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „Gah“ stammt aus der japanischen Sprache und bedeutet Schule, außerdem ist das Wort „Koh“ vorzufinden. „Koh“ weißt auf einen Bildungsweg hin, der auf Erfahrungen und Geschichten anderer basiert, die dadurch unmittelbar die Werte von Bildung neu aufleben lassen und praxisorientierte Bildung maßgeblich als das „wahre“ Lernen versteht. Die Genialität hinter GAKKO? Auch hier habe ich die Chance in einem internationalem Umfeld in einem der vier „GAKKO-Camps“ neue Menschen kennenzulernen, mir nochmalig durch GAKKO ein internationales Netzwerk aufzubauen und natürlich viel neues von den „Semphai“ zu erlernen. Diese haben häufig auf Ivy-League-Universitäten studiert und bringen ungeheures Know-how“ mit, die wir für unser eigenen Horizont eine ungemein wichtigen Stellenwert hat. Ganz besonders freut mich das Treffen mit Ghaiath. Er bewarb sich beim syrischen UWC-Nationalkomitee. Der Spaß darf natürlich nicht zu kurz kommen. So ist es zum Beispiel ein Grundprinzip von GAKKO, dass die Tagesordnung maßgeblich von uns „Kohai“ mitgestaltet werden. Wie schon vorhin erwähnt, insgesamt gibt es vier Camps. Ich wurde erfreulicherweise für das Camp in Japan ausgewählt. Um genauer zu sein, die Stadt heißt Chiba und ist circa 40 Kilometer von der Millionenmetropole Tokyo entfernt. Durch GAKKO selbst habe ich das höchste Stipendium bekommen, nun muss ich nur noch Spenden für den Flug und die Restteilnahmegebühr von 250 Dollar sammeln. Daher startete ich mit einem Crowdfunding-Aufruf! Diesen von mir gestarteten Aufruf sind bisher sogar schon einzelne gefolgt. Unter anderem unser Bundestagsabgeordneter Gustav Herzog (SPD), Stadträtin Brigitte Rinder (SPD), und Elias Biel und samt seiner Familie. Ich möchte mich für die bisher überbrachte Unterstützung von ganzem Herzen unterstützen. Hiermit konnte ich schon die Restteilnahmegebühr finanzieren, außerdem konnte ich somit schon genügend Geld für einen Reisepass aufbringen. Nun fehlt das nötige Kleingeld für die Finanzierung des Fluges. Um ehrlich zu sein, teilweise schockt mich die Kosten, die oft zu bewerkstelligen sind. Ohne die Unterstützung von außen wüsste ich nicht, wie die meisten Kostenfragen zu bewerkstelligen sind. Ganz speziell in meiner Situation. Feststeht: Auf die Zeit zwischen dem 5.8-17.08.2017 freue ich mich schon sehr!

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Die offizielle Bestätigung von GAKKO

Letzten Samstag fand das von der Deutschen Stiftung UWC organisierte Elterntreffen statt. Schon Tage, Wochen und Monate freute ich mich auf das Treffen. Schließlich war schon im Voraus klar, dass ich nicht nur auf Eltern meiner MitstpendiatInnen antreffen durfte, sondern auch Freunde und zukünftige Lern- und DiskussionspartnerInnen, auf LebensbegleiterInnen und WeggefährtInnen. Meine Bezugsbetreuerin und ich fuhren morgens um 9:30 von Kaiserslautern los, Ziel war die Finanzstadt Frankfurt am Main, mehr aber natürlich das UWC-Elterntreffen. Während der Fahrt steigerte sich die Vorfreude, die Aufregung und der Wunsch nach einem erfolgreichen Treffen mit meinen Co-years, deren Eltern, dem Stiftungsbüro und einzelne meiner zukünftigen second-years! Nicht zu vergessen, auch der akademische Leiter Christian Bock , des UWC Robert Bosch Colleges und die Frau – deren Name mir aktuell nicht einfällt – die für Kommunikation am UWC Robert Bosch College verantwortlich ist, waren da. Ich durfte durch meine spezielle Situation im ersten Teil der Vorstellungen dabei sein. Doch davor waren Umarmungen vorprogrammiert! Mit einer unglaublichen Freude bin ich in den Saalbau eingetreten, danach erstmal ein paar Co-years umarmt und anschließend Julia und Luca sowie Sophia angetroffen! Mit Abstand das Schönste, so hielten wir erstmal etwas Schwätzchen. Anschließend verschaffte ich mir etwas Überblick, anschließend habe ich Tanja Lewandowitz und andere Mitarbeiterinnen der Deutschen Stiftung UWC antreffen dürfen. An dieser Stelle möchte ich meinen größten Dank für Eure unermüdliche Arbeit aussprechen. Die Arbeit, die das Stiftungsbüro ausübt, ermöglicht es Schülern, Eltern und anderweitigen Akteuren, dass unsere UWC-Zeit relativ reibungslos verläuft! Das ist definitiv keineswegs selbstverständlich! Anschließend durfte ich bei der Vorstellung des IB dabei sein, ebenso aber auch bei dem Punkt „Schüler- und Elternvorbereitung“. Hier kann ich primär sagen, dass ich langsam aber sicher immer mehr Respekt und leichte Angst vor dem IB gewinne, mich aber zeitgleich auf die UWC-Zeit so unglaublich freue. Auf die Strapazen, auf die Streitigkeiten, ich freue mich auf die Momente, wenn ich mich selbst dabei ertappe, dass ich in leider immer noch bestehenden Klischees und Vorurteilen lebe, ich freue mich auf die langen Nächte, auf das viele Lernen in Gemeinschaft, auf das Leben in Vielfalt und einer größtmöglichen Diversität. Die Gespräche, die ich wieder auf dem Elterntreffen erlebte, die Leitmotive und naja, auch das Bashing von Christdemokraten gegenüber Sozialdemokraten! 😉 Spaß bei Seite! Wenn ich mit meinen Co-years zusammenkomme, dann fühle ich mich verstanden und genau richtig. Eben hinsichtlich der Faktizität, dass Überzeugung und das Nutzen von Möglichkeiten überwiegt und jeder daran interessiert ist, seine eigene Perspektive größtmöglich zu erweitern!

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Der beste UWC-Jahrgang! Quelle: UWC Deutschland

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Ich. – Hoffentlich ein vielseitiges Rechteck!

Ich. – Hoffentlich ein vielseitiges Rechteck!
IMG_0089Quelle: Marlene Mörig

Wer steckt hinter diesem Blog? Was möchte ich erreichen? Was ist UWC? Was bedeutet Internationalität? Was bedeutet Leben wirklich? Was bedeutet Erleben? Was ist eigentlich ein Eletrümpet? All diese Fragen möchte ich beantworten!

Hinter diesem Blog steckt ein schüchterner (gerade bei Mädels :D), menschenfreundlicher, aufgeweckter, selbstkritischer, weltoffener, ein einfach zu inspirierender, idealistischer  Junge, der sich gerade in dieser Minute wundert, warum die Welt durch gewisse Statuten in ihrer Vollkommenheit pauschal betrachtet wird. Naja, oft erscheint mir, dass die Mehrheit einseitig denkt und handelt, ebenso erscheint es mir, dass wir die Freiheit des Denken nicht dazu nutzen, dass wir freiheitlich nach unseren Denkweisen handeln, oder vielleicht uns auch ganz bewusst dagegen entscheiden. Vielleicht auch, weil Handeln Mut erfordert. Ich bin Jeremias Thiel, auch bekannt als Jere, Jerry oder Jere! Ich bin 15 Jahre alt und wurde in Kaiserslautern am 04.05.2001 geboren. Interessante Informationen! – Nicht wahr? 😉 Ich werde das United World College Robert Bosch College in Freiburg besuchen! Ich tanze überaus gerne und engagiere mich in vielfältigen Wegen. Unter anderem war ich Teilnehmer und Vertreter der jugendzivilgesellschaftlichen Konsultation, zur Erarbeitung eines entwicklungspolitischen Aktionsplans, im Bezug auf Kinderrechte in der Entwicklungszusammenarbeit. Außerdem war ich Teilnehmer von „Youth in Care for Europe“, im Rahmen des Europäischen Jahres für Entwicklung. Ebenso bin ich Mitglied des Bündnis gegen rechts, überzeugendes Parteimitglied der SPD! Doch eine Sache ist eine ganz besondere Herzensangelegenheit! Ich bin Mitglied des Junior Beirates von UNICEF Deutschland! Hier vertreten wir alle jungen UNICEF-Engagierten und sind Sprachrohr derer und dienen als Experte in eigener Sache! Das heißt, wir beraten UNICEF bei neuen Projektideen, geben immer wieder kritische Beurteilungen. Soviel zu meinem Engagement, mehr oder minder war es ein kleiner aber dennoch ausreichender Abriss! Bezogen zu meiner anfänglichen Aussagen ist es in gewisser Art und Weise eine Herzensangelegenheit und Grundüberzeugungen meiner Moral und Ethik.

Nun stellt sich die Frage: Was will ich mit meinem Blog erreichen? Ich will zukünftig über meine Vorbereitung und ganz besonders über meine Zeit am und mit dem UWC berichten. Jedoch ist das nicht alles! Ich will Euch neue Wege aufzeigen, schöne und gute Alternativen vorstellen, ich will Euch ermutigen, Euch Teil meines Lebens sein lassen. Ich möchte Euch Einblicke in mein Leben geben. Hier folgt demnächst ein intensiver Lebenslauf, dieser ist sehr lang (knappe 6000 Wörter)! Ich möchte versuchen zu inspirieren, zu lieben, ein Teil des Ganzen zu sein! Gemäß des Mottos: „Nicht ohne uns über uns!“ „Ich. – Hoffentlich ein vielseitiges Rechteck!“ weiterlesen